Montag, 28. April 2014

41. Business-Treff mit Landrat Ralf Drescher im Kaufmannshof Hermerschmidt: „Rügen hat alles!“




Das Romantikhotel Kaufmannshof vermittelt einen exquisiten Charme und Stil mitten im Zentrum der Kreisstadt Bergen auf Rügen.

41. Business-Treff mit Landrat Ralf Drescher im Kaufmannshof Hermerschmidt: „Rügen hat alles!“

Landrat Ralf Drescher und XING-Moderator Ulrich Pommerenke
Das Motto hätte nicht besser sein können: „Wächst zusammen, was zusammen gehört?“ – Diesen „Ball“ nahm der Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen,  Ralf Drescher, gern auf und fand während unseres aufschlussreichen und heiteren 41. Business-Treffs gleich passende Worte auf die schnell zu ergänzenden Sätze:
Rügen ist „eine tolle Marke“.
Rügen braucht „auch den Rest des Landkreises“.
Rügen fehlt? „Hat alles!“
Rügen könnte „mehr industrielle Entwicklung gebrauchen.“
Rügen ärgert „ich glaube, nichts“.

Die Veranstaltung unserer XING-Gruppe fand eine gute Resonanz und das Bedürfnis, viele Fragen an den Landrat zu stellen, der offen und úngeschönt die Situation des Landkreises skizierte – seine erste Bilanz zur Hälfte seiner Amtszeit:

„Wir befinden uns in einem Tal“

Sein wichtigstes Anliegen sei das Zusammenwachsen der Teilregionen Nordvorpommern, Stralsund und Rügen zu einem lebenswerten und wirtschaftlich starken Landkreis, wobei dieses Ziel noch lange nicht erreicht sei. Die zum Landkreis gehörenden 1400 Mitarbeiter/innen seien noch längs nicht zu zusammen gewachsen und er habe nicht zu seinem Amtsantritt 2011 nicht ahnen können, wie schwierig dies sei. Rezepte für das Zusammenwachsen gebe es und kenne er nicht, doch müsse das Beste von den Teilregionen übernommen, die Neiddebatten überwunden und nicht untereinander die Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Die Finanzfragen mit einem Defizit von 13,5 Millionen Euro spielten dabei eine zentrale Rolle, räumte Drescher ein, jedoch werde es perspektivisch zu Einsparungen kommen, der zum Ende der ersten Legislaturperiode das Minus auf 8,5 Millionen Euro zurückfahren will und bis 2020 auf eine schwarze Null kommen will. Bezeichnend sei, dass auf die jährlichen 430 Millionen Euro ganze 62 Prozent davon auf die Bereiche Jugend und Soziales entfallen würden. 

Perspektive habe eine bessere Präsentation der ca. 225.000 Einwohner des fünftgrößten Landkreises Deutschlands mit ca. 330.000 qkm (Vergleich Saarland: 280.000 qkm) : „Alles im Laden, noch zu wenig im Schaufenster.“ Wichtig sei zudem, dass sich „VR“ in den Bereichen Nahverkehr und Wirtschaftsförderung mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald zusammentue, um in Schwerin mehr durchsetzen zu können. Die Gründung von Netzwerken und die überparteiliche Zusammenarbeit halte der Landrat für ein wichtiges Zukunftsprojekt.

Die überwiegende Unzufriedenheit der Bürger/innen und zwar über zwei Drittel nach einer repräsentativen Umfrage der „OZ“ könne nicht falsch sein, doch vieles werde auch emotional erlebt. Andererseits könne man alle Dienstleistungen der Landkreisverwaltung auf Rügen bekommen.








Es fanden zahlreiche Gespräche mit dem Landrat nach dem Insel-Talk statt, der sich sehr viel Zeit dafür nahm und sogar selbst Kontakte knüpfte und die Verbindungen weiter pflegen wolle:

Danke an den Landrat Ralf Drescher für den sehr informativen Abend und an PapadoXX-Fotografie für die Fotos.

Zum Schluß darf unser traditionelles Gruppenfoto nicht fehlen


Herzlichst Ihr
Moderatorenteam 


1 Kommentar:

  1. Sehr guter Bericht - musste leider zur gleichen Zeit zwischen FfM und Düsseldorf pendeln - hätte gern Fragen zu 'Rügen - was nun?' gestellt. Gruß Klaus-Michael Erben

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