Sonntag, 26. Juni 2011

13. Get Together am 3. Juni 2011 auf dem Segelschulschiff Gorch Fock I

„Ich liebe das Meer wie meine Seele, denn das Meer ist meine Seele.“ (Heinrich Heine)

Dieses Zitat dürfte wohl auf das Segelschulschiff Gorch Fock I im Stralsunder Hafen zutreffen: Über 20 Teilnehmer/innen staunten über die Ausstrahlung des historischen Schiffes und erspürten die Weite des Meeres zu den Zeiten als die Gorch Fock in See stach.

In 2003 kam die Gorch Fock I in den Stralsunder Hafen und seitdem hat sie den Hafen nicht mehr verlassen.

Daniel Henke führt die Gäste in die Geschichte der „78-jährigen Lady“ ein. Gebaut wurde sie auf der Werft Blohm & Voss in Hamburg; der Stapellauf erfolgte am 3. Mai 1933. Die Heimathäfen: Hamburg bis 1945, von 1949 bis 2003 in Kherson /Ukraine und ab 2003 in Stralsund.

In der „Matrosensprache“ informierte Daniel Henke über die Geschichte der Gorch Fock I: Sehr bildreich mit viel Witz und Engagement und vor allem sehr kenntnisreich! DANKE!


Das Segelschulschiff misst 82 Meter in der Länge, 12 Meter in der Breite bei maximal 4,80 Meter Tiefgang. Die Segelfläche beträgt 1857 Quadratmeter bei insgesamt 23 Segel. Die Geschwindigkeit beträgt zwölf Knoten (etwa 22 km/h).

Unser traditionelles Gruppenfoto bei Königswetter und mit Blick auf die Strelasundbrücke.


Die Gorch Fock I soll wieder in See stechen: Mindestens 1,5 Millionen € haben der Verein „Tall Ship Friends Deutschland“, Firmen sowie Privatleute investiert. Freiwillige haben Urlaubswochen auf dem Schiff verbracht und für „Hand gegen Koje“ mitgearbeitet.

Elke Petersen, Kathrin Kühn und Roswitha Feiste folgen gespannt den Ausführungen von Daniel Henke. Jochen Kirchner mit Gattin (l) aus Merkendorf nutzen Ihre Urlaubszeit für unser Treffen.

Viel hat sich auf dem Dreimaster getan, seit er 2003 von Wilhelmshaven nach Stralsund überführt wurde. Ein kläglicher Anblick war es damals: Der „Schwan der Ostsee“ konnte aus eigener Kraft nicht mehr fahren. Nachdem das einstige Schulschiff Ende April 1945 von Pionieren der Wehrmacht im Strelasund versenkt worden war, wurde es 1947 wieder gehoben und als Reparationsleistung an die Sowjetunion ausgeliefert.

Sabine und Dirk aus Greifswald besuchten erstmals unser Get Together und fühlten sich von Beginn an sehr wohl!

Im Hafen Kherson trug das Schiff den Namen „Towarischtsch“ (Freund). Nach dem Zusammenbruch des Riesenreichs segelte die Bark schließlich unter ukrainischer Flagge. Sie wurde zunehmend reparaturbedürftig und schließlich seeuntauglich. Seit 2003 ist der Verein „Tall Ship Friends“ Eigner des Schiffes: Er sorgte dafür, dass der Windjammer nach Stralsund zurückkehren und seinen alten Namen wieder annehmen konnte.


Heike und Elke, zwei Stralsunderinnen, sind längst mit dem SSS Gorch Fock vertraut und genießen erneut das Juwel im Hafen.

Der Vereinsvorsitzende Wulf Marquardt kann seine Ungeduld nicht verbergen: Längst sollte das Schiff in See stechen. Doch es fehlen noch mindestens 4 Millionen €, damit es seetauglich wird. Für den Mann, der in Hamburg sein Haus aufgab und das Geld in die Gorch Fock I steckte, ist es „ein Lebenstraum, dieses Schiff in Bewegung zu setzen“.

Sabine, Heike und Frank lauschen den interessanten und vor allem spannenden Ausführungen von Daniel Henke.


Die GORCH FOCK I soll wieder segeln!
Und Sie können dabei sein.

Mit Ihrer steuerlich absetzbaren Spende helfen Sie:

  • ein in Deutschland gebautes Schiff mit einer einzigartigen Geschichte wieder in Fahrt zu bringen

  • Seefahrts- und Marinetradition zu pflegen

  • Ausbildungsplätze zu schaffen

  • jungen und junggebliebenen Menschen unvergessliche Erlebnisse auf See zu ermöglichen

  • Internationale Begegnungen zu fördern

Mehr dazu auf der Website: http://www.gorchfock1.de

Wir danken der Betriebsleiterin der Gorch Fock I, Nicole Merten, für die herzliche Aufnahme und freuen uns, wenn wir dazu beitragen können, die Gorch Fock I zu unterstützen!

Herzlichst

Ihr Ulrich Pommerenke

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